Arbeiten in Gruppen

miteinander denken, diskutieren …

Ideen, entwickeln, aufgreifen, verwerfen, umsetzen …

Talente verstärken und nutzen …

 

 

Wenn immer wir gemeinsam etwas bewegen wollen setzen wir uns mit Themen auseinander, für die wir Fachwissen erwerben oder erworben haben. Gemeinsam denken bedeutet Talente, Wissen, Ausbildungsinhalte zur Verfügung zu stellen.

 

Dafür nutzen wir ungemein viel Wissen über unterschiedlichste Kommunikationswege und  Medien, dafür sind wir – meist – gut ausgerüstet.

 

Und wie steht es mit den  formellen und informellen Ordnungen, Regeln, Normen, Beziehungen? Der Bereich, der uns oft in der sachlich fachlichen Arbeit behindert; wo plötzlich Konflikte entstehen, die mit der Sache an sich doch nichts zu tun hätten. Wo es plötzlich „menschelt“?

Wie steht es mit der Nutzung und Gestaltung des psychosozialen Raumes, der uns prägt und den wir mitgestalten und für den wir großteils keine Fachausbildung bekommen haben?

 

 

Denn „Jede Gruppe muss sich mit drei psychosozialen Spannungsfeldern auseinandersetzen und entwickelt dabei ihre speziellen Themen und systemischen Muster [1]

 

  • Zugehörigkeit → drinnen, am Rand, draußen?
  • Macht/Einfluss → oben-unten, formale/informale Hierarchie?
  • Intimität → wie viel Nähe, wie viel Distanz?

 

Und wir geben uns oft der Illusion hin, dass die organisationalen Auf-und Ablaufstrukturen diese Spannungsfelder verringern:  Die Frage der  Zugehörigkeit scheint ja durch die Abteilungsbildung geklärt.

 

Aber was ist mit denen, die am Rand stehen, die die geltenden Werte und Normen einer Gruppe nicht übernehmen können/wollen?

Oder mit den Gruppen, die sich von den Anderen abgrenzen, weil ihnen andere Werte wichtig sind?

Manche Menschen haben in Gruppen auch das Bedürfnis, sich zu distanzieren, wie weit wird das toleriert?

 

Konkurrenzkämpfe und Positionskonflikte verändern die Bedeutung des Einzelnen in der Gruppe, und informelle Rollen gruppieren sich um diese Rangdynamik. Der „soziale Ort“ eines Gruppenmitgliedes ist selten ident mit dem Organigramm.

 

Dieser gruppendynamische Raum verändert sich permanent.  Gemeinsam etwas bewegen zu wollen heißt auch, diesen gruppendynamischen Raum zu nutzen und zu gestalten.

 

Führungskräfte haben bei der Gestaltung dieses gruppendynamischen Raumes eine besondere Funktion. Aus dieser Funktion heraus ist es unerlässlich, die Dynamik dieser Rollen, die (informellen) Normen und Spielregeln, die Beziehungen zu kennen, um unterstützende Strukturen zu schaffen und geeignete und angemessene Interventionen  zu setzen.

 

Die Wahrnehmung und das Bewusstsein für diese Dynamik zu entwickeln, ist ein Lernfeld, in dem Sie sich unterstützen lassen können. Nutzen Sie (www.motion.or.at)

  • die Erfahrungswerte Ihrer Vorgesetzten, Kollegen/innen, Mitarbeiter/innen
  • Austauschgruppen
  • Teamentwicklungen
  • Führungskräfteaus- und Weiterbildungen
  • Literatur
  • Coachings

 

 

Weiterhin viel Erfolg beim Arbeiten in und mit Gruppen

 

christine@heyduk.or.at

www.heyduk.or.at

 



[1] Gruppendynamik verstehen und gestalten, Concadora Verlag, 2013, S 23

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