Generationen-Management und der Blickwinkel

Warum streut die Seminar-Beurteilung von „cool“ bis „öd“ für ein und denselben Trainer?

Warum beklagen Bildungsanbieter Entertainment-Konsumhaltung bei Teilnehmenden?

Warum sind Personal-Entwickler irritiert, weil langfristig angelegte Mitarbeiter-Bindungsprogramme nicht mehr greifen?

Warum beklagen Führungskräfte Einzelkämpfertum und steigenden Führungsaufwand bei ihren Teams?

Warum ….

 

Weil, weil, weil…. hier gibt es unterschiedlichste Gründe.

Aber bei der Betrachtung vieler dieser Fragen kann es sinnvoll sein, sich eine bestimmte „Brille“ aufzusetzen: Die Brille der unterschiedlichen „Generationen“

 

Zu wissen, dass ich die Situation durch die Brille „meiner Generation“ sehe, könnte hilfreich sein. Und auch andererseits zu erkennen, dass die Menschen, die ich führe, serviciere, weiterbilde, … „anderen Generationen“ angehören:

 

Die Generationen der

  • Wiederaufbauer“, die sich großteils aus dem Arbeitsleben verabschiedet hat.
  • Die  sogenannte Wohlstandsgeneration oder Baby-Boomer-Generation  (bis ca. Jahrgang 1964), aufgewachsen in Zeiten der Vollbeschäftigung und der Arbeitsplatzsicherheit, sozialisiert mit Werten wie Zuverlässigkeit, Loyalität zum Unternehmen …
  • Die Generation X, angeblich skeptisch und materialistisch, eine Generation im Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken der Wahlmöglichkeiten und der damit verbundenen Verunsicherung (Ich-AG), , der man teilweise auch eine freizeitorientierte Schonhaltung nachsagt, 
  • Die Generation Y (Millenials), geboren ca. ab 1980, die angeblich teamorientierter, idealistischer als die Vorgängergeneration ist, selbstmotiviert und ehrgeizig ist und  sich auch global engagiert. Die erste Generation, von der eine hohe Flexibilität auf dem Berufsausbildungs-und Arbeitsmarkt erwartet wird. Eine MA-Generation, die sich nur so lange an ein Unternehmen bindet, als es seinen Ansprüchen genügt, die keine kontinuierliche Erwerbsbiographie mehr haben wird.
  • die Generation Z, geboren um die Jahrtausendwende. Angeblich hochgradig auf eigene Ziele konzentriert und als digitale Entrepreneure auf die persönliche Einkommens- und Lebenslustmaximierung gerichtet.  Und zum Arbeitgeber haben sie angeblich weniger Loyalität als zu ihrem Netzabieter.

 

Jetzt erhebt sich noch die Frage, ob das Geburtsjahr mich wirklich einer dieser „Schubladen“ zuordnet. Man bedenke zB. den technikaffinen Babyboomer, der im hohen Alter noch freudig Neues lernt. Bedenkt man dazu noch, dass diese „Generationen“ in unterschiedlichen Kulturen, Regionen, Familien, Ausbildungen … weitere Unterschiedlichkeiten erwerben und wir als Individuen an sich schon „bunt“ sind, können wir nun aus einer Vielfalt von Verhalten und Fähigkeiten schöpfen, die uns natürlich auch fordert.

 

Auf Führungskräfte, Personalentwickler, Bildungsanbieter …  kommt eine spannende Arbeitswelt zu. Eine Welt, in der der Wechsel der Brillen nicht nur aus modischen Gründen gut sein wird.

 

Wir sollten gut vorbereitet sein, wenn wir diese Potenziale heben und von  den neuen Generationen lernen wollen.

 

Einen klaren  und differenzierten Blick darauf, was künftig für Sie wichtig ist,

wünscht Ihnen Christine Heyduk

 

 

www.heyduk.co.at, christine@heyduk.co.at

 

(siehe auch www.heyduk.co.at à Aktuelle Angebote à Führungskräfte-Start-up 2013/2014)

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